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”Was der See erzählt”

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Ich erinnere mich, wie ich als Kind am Ufer stand, das Licht über das Wasser wanderte und die Zeit für einen Moment stehen blieb …

So entstand die Idee

Diese Bilder entstanden aus der Sehnsucht nach einem Ort, der tief mit der eigenen Geschichte verbunden ist. Ein See, wie ihn nur das Herz kennt: mit vertrauten Farben, mit Wegen, die man längst auswendig weiß, und mit einer Stille, die bleibt.

Eine Sammlerin trat mit dem Wunsch an mich heran, ihre Heimat – diesen einen See, der so viele Erinnerungen trägt – in Farben zu fassen. Aus dem ursprünglichen Auftrag wurde eine Reise: zurück zu Stimmungen, Lichtspielen und inneren Bildern, die viel mehr erzählen als eine genaue Abbildung.
Die Werke dieser Serie nähern sich diesem Ort auf leise Weise – nicht dokumentarisch, sondern emotional. Aus dem Persönlichen wurde etwas Universelles: die Suche nach einem Ort, der bleibt, auch wenn man längst weitergezogen ist.

Als ich an dieser Serie arbeitete, spürte ich schnell, wie sehr mich das Thema selbst bewegt. Auch ich kenne diese Sehnsucht – nach einem Ort, der still ist, vertraut und doch immer wieder neu erscheint.
Ich begann, regionale Seen zu besuchen, besonders die kleinen Weiher in Parkstetten, die ich sehr liebe. Dort finde ich nicht nur Ruhe, sondern auch Inspiration. Das Licht, das über das Wasser zieht. Die Farben, die sich im Schatten verändern. Und dieses besondere Gefühl, wenn ein vertrauter Ort plötzlich zum Bild wird.
Dort zu sein – und zu malen – ist für mich mehr als nur ein Teil des Arbeitsprozesses. Es ist eine Rückkehr zu etwas Ursprünglichem. Vielleicht war es genau dieses Gefühl, das mich so sehr mit dem Wunsch der Sammlerin verbunden hat. So entstanden über den eigentlichen Auftrag hinaus noch fünf weitere Werke.

In der Stille des Abends liegt die ganze Weite der Erinnerung.

Am See II, Acryl auf Leinwand, 40 x 50 cm

Der Horizont spiegelt das, was Worte nicht sagen können.

Am See I, Acryl auf Leinwand, 40 x 50 cm

Manchmal beginnt Heimat dort, wo der Blick ans Ufer zurückkehrt.

Am See V, Acryl auf Leinwand, 40 x 50 cm

Die letzten Lichtreste tanzen auf dem Wasser – als wollten sie nicht gehen.

Am See IV, Acryl auf Leinwand, 40 x 50 cm

Wenn das Licht den See berührt, erwacht ein Gefühl von Heimat.

Am See III, Acryl auf Leinwand, 40 x 50 cm

Der Blick durchs Dickicht führt dorthin, wo Erinnerungen ruhen.

Am Wasser II, Acryl auf Leinwand, 40 x 50 cm

Die Luft flirrte vor Hitze, und alles wirkte plötzlich seltsam entrückt.

Am Rand des Weges stand ein alter Holzmast, schief, beinahe vergessen. Umgeben weit und breit von nichts außer Natur. Egal in welche Richtung ich ging, so gelangte ich dort an einen weiteren kleinen See des Naturschutzgebietes. Die Hitze flirrte. Der Boden war trocken. Und ich wusste, dass der Abend nicht mehr lange auf sich warten ließ.

Auf der Suche nach einem Motiv konnte ich den Blick nicht von diesem Masten wenden. So verloren und klein stand er in der glühenden Hitze. Irgendwie passte er aber hinein. Die einzige Stromquelle weit und breit, die die kleinen Fischerhütten versorgt.
Vielleicht war es gerade dieser Kontrast, der ihn so surreal wirken ließ: das vom Menschen Gebaute, fast vergessen inmitten dieser weiten, stillen Natur. Er stand da, als hätte ihn jemand vergessen – und doch erfüllte er immer noch einen Zweck.

Flirrend, Acryl auf Leinwand, 40 x 50 cm

Manchmal reicht ein Blick über das Wasser, um wieder bei sich anzukommen.

Am Wasser I, Acryl auf Leinwand, 40 x 50 cm

Dort, wo das Ufer beginnt, endet die Eile.

Am Wasser II, Acryl auf Leinwand, 30 x 30 cm